19. Januar 2010

Geiz is' eben nich' geil.

Unsere Firma spart. Und das an so vielen Stellen, dass ich eigentlich täglich auf einen You-Tube-reifen Ausraster eines Paxes warte - manche Kosteneinsparungen sind einfach kunden- und menschenfeindlich. Aber scheinbar ist es ein Phänomen der Zeit, dass man als Konsument den Sparwahn mancher Unternehmen einfach so hinnimmt.

Ich selbst werde von unserem Sparprogramm auch immer aufs Neue überrascht. Unglaublich, wo sich noch was abzwacken lässt. Da sind eines Tages unsere Cocktailservietten zum Getränk nicht mehr 4- sondern 2-lagig und aufgefaltet auch nur halb so groß. Über die Handhabung dieser Läppchen hat sich allerdings niemand Gedanken gemacht: Minutenlang muss man die hauchdünne Serviette vom Stapel knibbeln und hat man sie endlich mühevoll um den Becher drapiert, kommt sie als abgegriffenes Papierknäuel beim Gast an. Sollte der es dann noch wagen, sich den Mund damit abzutupfen (richtige Servietten zum Essen gibt's ja auch nicht mehr), dann verliert das Servietten-Papierknäuel das letzte bißchen an Konsistenz und löst sich von selbst in Luft auf wie die Tonbänder in "Mission Impossible".

Ich mach's jetzt so wie die Kollegen von British Airways. Scheiß auf die Sparerei.

Kommentare:

  1. Liebe BA-Flugbegleiter: Reste austrinken bringt glaube ich noch mehr Spaß für alle Beteiligten. Oder dem Gast kräftig nachschenken, obwohl der schon abwinkt. Hoch die Fingerhüte!

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  2. @Anke

    Das dauernde Nachschenken wird ja häufig auf der Langstrecke schon aus anderen Gründen betrieben: Besoffene Paxe = müde Paxe = weniger Arbeit. Wir sind halt auch nur faul.

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  3. "möchten sie ein warmes laugengebäck", und das 50 mal hintereinander...respekt! ich könnts nicht, naja aber du könntest bestimmt auch nicht das machen was ich mache...
    hmm was man über facebook nicht so alles findet...lg grüße fräulein -->helmi

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