20. Januar 2010

Fliegen wie Speedy Gonzales.

Eines muss man Billigfliegern wie easyJet lassen: Keiner zieht den Leuten das Geld so elegant aus der Tasche.

Bei easyJet wird nicht nur jedes Gepäckstück extra berechnet - für den umweltbewussten Fluggast gibt es auch die Möglichkeit, durch die Zahlung von 2,03 € die Welt vor dem Klimakollaps zu retten.

" Verringern Sie die Umweltauswirkungen der CO2-Emissionen Ihrer Flüge über die von der UN zertifzierten Projekte zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes.

Tragen Sie mit 2,03 € pro Person dazu bei, die 132,000 kg Kohlenstoffdioxid auszugleichen, die für jeden Passagier auf dieser Buchung anfallen - ganz ohne Zwischenhändler, und easyJet erhält aus diesem Programm keinerlei Profit."

Wer sich dann noch bei freier Platzwahl den besten Platz sichern möchte, bucht noch "Speedy Boarding" für 8,25 € dazu und darf durch's Gate rennen wie Speedy Gonzales. Fragt sich nur, was passiert, wenn alle die Option buchen und sich um die guten Plätze prügeln. Gibt's dann das Geld wieder zurück?


19. Januar 2010

Geiz is' eben nich' geil.

Unsere Firma spart. Und das an so vielen Stellen, dass ich eigentlich täglich auf einen You-Tube-reifen Ausraster eines Paxes warte - manche Kosteneinsparungen sind einfach kunden- und menschenfeindlich. Aber scheinbar ist es ein Phänomen der Zeit, dass man als Konsument den Sparwahn mancher Unternehmen einfach so hinnimmt.

Ich selbst werde von unserem Sparprogramm auch immer aufs Neue überrascht. Unglaublich, wo sich noch was abzwacken lässt. Da sind eines Tages unsere Cocktailservietten zum Getränk nicht mehr 4- sondern 2-lagig und aufgefaltet auch nur halb so groß. Über die Handhabung dieser Läppchen hat sich allerdings niemand Gedanken gemacht: Minutenlang muss man die hauchdünne Serviette vom Stapel knibbeln und hat man sie endlich mühevoll um den Becher drapiert, kommt sie als abgegriffenes Papierknäuel beim Gast an. Sollte der es dann noch wagen, sich den Mund damit abzutupfen (richtige Servietten zum Essen gibt's ja auch nicht mehr), dann verliert das Servietten-Papierknäuel das letzte bißchen an Konsistenz und löst sich von selbst in Luft auf wie die Tonbänder in "Mission Impossible".

Ich mach's jetzt so wie die Kollegen von British Airways. Scheiß auf die Sparerei.