22. Juli 2009

Nur ein Jahr.

Nur ein Jahr wollte ich Flugbegleiterin sein, ich war frischgebackene Abiturientin und wollte noch ein wenig von der Welt sehen, bevor ich mich in den erbarmungslosen Ernst des Lebens stürze. Damals wußte ich nicht, dass das der Vorsatz so ziemlich aller Flugbegleiterinnen ist - am Ende schaffen nur wenige nach einem Jahr den Absprung. Der Rest, so wie ich, bleibt ewig auf der Suche nach dem Weg zurück in ein geregeltes Leben eines Nicht-Fliegers.

Das hat viele Gründe. Zum einen ist der Beruf der Stewardess noch immer mit einem Funken Glamour und Attraktivität behaftet - in der Financial Times wurde "Stewardess" einmal von den Lesern auf Platz eins der sexiesten Frauenberufe gewählt; welche Frau hört das nicht gerne? Zum anderen üben das unstete Fliegerleben und allerlei abstruse Erlebnisse an Bord auch nach Jahren noch eine derart große Faszination aus, dass es schwerfällt, das eigentlich längst fällige Kündigungsschreiben aufzusetzen.

Nun gut, liebe Leser, herzlich willkommen an Bord! Schnallen Sie sich an, klappen Sie ihr mickriges Klapptischchen vor sich zurück, stellen Sie Ihre ohnehin immer kaputte Rückenlehne in eine senkrechte Position und genießen Sie die Reise durch den alltäglichen Wahnsinn an Bord eines Verkehrsflugzeuges.


Ach ja, an sich sind alle Personen (auch ich), Orte und Ereignisse frei erfunden - falls Sie sich allerdings angesprochen fühlen, möchte ich für Sie hoffen, dass Sie sich nicht gerade mit dem herumpöbelnden Business-Class-Gast identifizieren.

1 Kommentar:

  1. ja, ja....wer kennt das nicht? "was machen Sie beruflich? aha stewardess..." lässt noch immer die pupillen beim frager auf 2 € grösse explodieren. der begibt sich gepflegt auf eine phantasiereise,deren realitätsgehalt bei unter 50% liegt...das ist dann ein selbstläufer, nur durch eine harte landung zu stoppen.

    super blog! ENDLICH!!!! was für eine tolle idee.

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